Lidl verniedlicht


geschrieben von Christina Leib, Freitag den 09.04.2010

Christina Leib

Durch die Werbung von Lidl werden bundesweit Einkaufende und Angestellte von Lidl betrogen. Der Schein wird erweckt, wir könnten durch den Kauf der Produkte für faire Arbeit bezahlen. Lidl wirbt mit Produkten, die angeblich unter sozialverträglichen Arbeitsbedingungen hergestellt werden.

Die Realität: Sieben Tage Arbeit pro Woche, 80 Wochenstunden und erzwungene Überstunden zu Löhnen, von denen die Menschen – überwiegend Frauen – ihre Kinder nicht ernähren können. Berichtet wird, dass Arbeitenden die Wahrnehmung ihres Rechts auf Organisation in einer Gewerkschaft verwehrt wird, Schläge, Beleidigungen und Diskriminierungen gehörten zum Geschäft.
Es ist ein Unternehmen, das – wie hinlänglich öffentlich geworden – die Arbeitenden bespitzelt und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern billigend in Kauf nimmt. Hauptsache der Euro rollt. Und das tut er, weil massenhaft Menschen darauf angewiesen sind, bei Lidl, Schlecker, Aldi einzukaufen, obgleich die Skandale in verschiedenen Filialen bekannt sind.

Wir begrüßen die gemeinsame Klage der Verbraucherzentrale, des European Center for Constitutional and Human Rights und der Kampagne für saubere Kleidung gegen den Konzern. Christina Leib aus Ihlienworth






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