Offshore Hafen und Produktion, Löhne und Elbvertiefung Herbert Behrens (MdB) informiert sich 



geschrieben von Ulrich Schröder, Sonntag den 16.05.2010

Herbert Behrens, hafenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE informierte sich in Cuxhaven und Otterndorf über Offshore Hafen und Produktion, Löhne und Elbvertiefung

Am 12. Mai besuchte Herbert Behrens, hafenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, die Elbmündung in Cuxhaven und Otterndorf auf Einladung des LINKEN Kreisverbandes Cuxhaven.
Gerd Jansen, Leiter von Niedersachsen Ports, stellte die rasante Entwicklung Cuxhavens zum Offshore Verladehafen und zum Produktionsstandort von Offshore Bauteilen dar.
Ab dem kommenden Jahr werden in Cuxhaven fast alle notwendigen Segmente für die Windkraftanlagen auf hoher See hergestellt, so dass mit insgesamt über 1000 Arbeitsplätzen in diesem Bereich zu rechnen ist, zur Zeit sind es knapp 500.
Allerdings sind sie zu einem großen Teil befristet, die Leiharbeitsquote beträgt in einem größeren Betrieb fast 50% bei Stundenlöhnen von unter 10 €. Betriebsratswahlen sollen in Kürze stattfinden. In einem anderen Betrieb ist mit endlich der Ausbildung von gut 40 Jugendlichen begonnen worden.
Die LINKE fordert unbefristete und tariflich bezahlte Arbeitsplätze, zumal erhebliche öffentliche (Steuer)Gelder in Millionenhöhe die Betriebsansiedlungen und den Hafenbau erst ermöglicht haben.
Jansen bestätigte auf Nachfrage, dass in Cuxhaven große Containerschiffe anlegen, beladen und entladen werden könnten. Zwischen den vorhandenen Liegeplätzen klafft eine Kajenlücke von 1100 Metern, Platz für drei große Containerschiffe am seeschifftiefen Wasser zwischen 15 und 17 Meter Wassertiefe, und damit deutlich tiefer als in Hamburg.
Nach Besichtigung der fertig gestellten und noch in Bau befindlichen neuen Hafenanlagen von fast 1000 Meter Kajenlänge und einer Pressekonferenz im Regionalbüro der LINKEN schloss sich ein Gespräch beim DGB Elbe-Weser an.
Erstaunt und erfreut über den Besuch von Herbert Behrens in einer wahlkampffreien Zeit ergaben sich viele Übereinstimmungen. Gesetzlich festgelegte und branchenübergreifende Mindestlöhne, enge zeitliche Begrenzung der Leiharbeit bei gleicher Bezahlung, Ausbau der Bahn- und Straßenverbindungen, Verhinderung einer weiteren Elbvertiefung sind gemeinsame Anliegen.
Auf der öffentlichen Veranstaltung in Otterndorf mit dem Titel „Was kostet Mensch und Natur eine weitere Elbvertiefung?“ bekräftigten Herbert Behrens und der Kreisvorsitzende Ulrich Schröder das eindeutige Nein der LINKEN zur Elbvertiefung und die weitere Unterstützung des breiten BürgerInnenprotestes, insbesondere des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung.   
DIE LINKE ist die einzige Partei, die seit Jahren in der Region Veranstaltungen gegen die Elbvertiefung veranstaltet und sich auf allen politischen Ebenen gegen eine weitere Vertiefung von Außen- und Unterelbe ausspricht.
Das rotgrüne Wahnsinnsprojekt aus dem Jahr 2004 muss verhindert werden, es ist ökonomisch und ökologisch schädlich und wirtschaftlich nicht notwendig. Die großen Containerschiffe erreichen Hamburg seit der letzten Elbvertiefung vor zehn Jahren.
Die voraussichtlichen Kosten und Auswirkungen der größten Elbvertiefung aller Zeiten präsentierten Carsten Zinn und Ulrich Schröder anschaulich anhand einer umfangreichen Power Point Präsentation.

Ulrich Schröder (Kreistagsabgeordneter & Ratsherr) aus Altenwalde
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das sagt die Presse [hier klicken] PDF-Datei


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