Offshore
Hafen und Produktion, Löhne und Elbvertiefung Herbert Behrens
(MdB) informiert sich Herbert Behrens, hafenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE informierte sich in Cuxhaven und Otterndorf über Offshore Hafen und Produktion, Löhne und Elbvertiefung
Am
12. Mai besuchte Herbert Behrens, hafenpolitischer Sprecher der
Bundestagsfraktion, die Elbmündung in Cuxhaven und Otterndorf
auf Einladung des LINKEN Kreisverbandes Cuxhaven.
Gerd Jansen, Leiter von Niedersachsen Ports, stellte die rasante
Entwicklung Cuxhavens zum Offshore Verladehafen und zum
Produktionsstandort von Offshore Bauteilen dar.
Ab dem kommenden Jahr werden in Cuxhaven fast alle notwendigen Segmente
für die Windkraftanlagen auf hoher See hergestellt, so dass
mit insgesamt über 1000 Arbeitsplätzen in diesem
Bereich zu rechnen ist, zur Zeit sind es knapp 500.
Allerdings sind sie zu einem großen Teil befristet, die
Leiharbeitsquote beträgt in einem größeren
Betrieb fast 50% bei Stundenlöhnen von unter 10 €.
Betriebsratswahlen sollen in Kürze stattfinden. In einem
anderen Betrieb ist mit endlich der Ausbildung von gut 40 Jugendlichen
begonnen worden.
Die LINKE fordert unbefristete und tariflich bezahlte
Arbeitsplätze, zumal erhebliche öffentliche
(Steuer)Gelder in Millionenhöhe die Betriebsansiedlungen und
den Hafenbau erst ermöglicht haben.
Jansen bestätigte auf Nachfrage, dass in Cuxhaven
große Containerschiffe anlegen, beladen und entladen werden
könnten. Zwischen den vorhandenen Liegeplätzen klafft
eine Kajenlücke von 1100 Metern, Platz für drei
große Containerschiffe am seeschifftiefen Wasser zwischen 15
und 17 Meter Wassertiefe, und damit deutlich tiefer als in Hamburg.
Nach Besichtigung der fertig gestellten und noch in Bau befindlichen
neuen Hafenanlagen von fast 1000 Meter Kajenlänge und einer
Pressekonferenz im Regionalbüro der LINKEN schloss sich ein
Gespräch beim DGB Elbe-Weser an.
Erstaunt und erfreut über den Besuch von Herbert Behrens in
einer wahlkampffreien Zeit ergaben sich viele
Übereinstimmungen. Gesetzlich festgelegte und
branchenübergreifende Mindestlöhne, enge zeitliche
Begrenzung der Leiharbeit bei gleicher Bezahlung, Ausbau der Bahn- und
Straßenverbindungen, Verhinderung einer weiteren
Elbvertiefung sind gemeinsame Anliegen.
Auf der öffentlichen Veranstaltung in Otterndorf mit dem Titel
„Was kostet Mensch und Natur eine weitere
Elbvertiefung?“ bekräftigten Herbert Behrens und der
Kreisvorsitzende Ulrich Schröder das eindeutige Nein der
LINKEN zur Elbvertiefung und die weitere Unterstützung des
breiten BürgerInnenprotestes, insbesondere des Regionalen
Bündnisses gegen Elbvertiefung.
DIE LINKE ist die einzige Partei, die seit Jahren in der Region
Veranstaltungen gegen die Elbvertiefung veranstaltet und sich auf allen
politischen Ebenen gegen eine weitere Vertiefung von Außen-
und Unterelbe ausspricht.
Das rotgrüne Wahnsinnsprojekt aus dem Jahr 2004 muss
verhindert werden, es ist ökonomisch und ökologisch
schädlich und wirtschaftlich nicht notwendig. Die
großen Containerschiffe erreichen Hamburg seit der letzten
Elbvertiefung vor zehn Jahren.
Die voraussichtlichen Kosten und Auswirkungen der
größten Elbvertiefung aller Zeiten
präsentierten Carsten Zinn und Ulrich Schröder
anschaulich anhand einer umfangreichen Power Point
Präsentation.
